Im Porträt: Unser Auszubildender Calvin Schug

Vom Mieter zum Vermieter? Das vergangene Jahr brachte für Calvin Schug auf jeden Fall einige Veränderungen mit sich. Der 22-Jährige macht seit dem 1. September 2025 eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann bei der EBG. Drei Jahre dauert sie – „bei guter Führung nur zweieinhalb“, scherzt Calvin. Er wohnt selbst in der Genossenschaft und ist seit dem 14. Lebensjahr Mitglied. Schon Calvins Opa saß im Vorstand der Eisenbahner-Baugenossenschaft, ebenso sein Vater, Andreas Schug. „Eine Genossenschaft ist für mich ein Ort des Rückzugs, des Zusammenhalts. Das ist besonders wichtig in einer Welt, die sich zunehmend spaltet“, findet Calvin. „Wir sehen unsere Mitglieder als Menschen und nicht nur als Zahlen.“

Was er an seiner Arbeit besonders schätzt? „Du bist direkt am Thema und am Mitglied dran!“ Die Beine hat er lässig überschlagen und sein Blick ist wach, wenn er über sich spricht. „Ich habe gerne mit Menschen zu tun“, sagt er. Aktuell ist er viel in die Vermietung involviert, außerdem begleitet er den hauseigenen Architekten. „Das Anspruchsvollste ist für mich, dem Mitglied wirklich gerecht zu werden. Wenn Mitglieder anrufen, will ich ihren Anliegen immer hundertprozentig nachkommen. Das kann schwierig sein, denn manche Prozesse dauern einfach.“ Calvin versucht dann transparent mit den Anrufern umzugehen und sie auf dem Laufenden zu halten.

An seiner Arbeit mag er, dass er auch kreativ werden kann. Calvin gestaltet beispielsweise Infomappen für die Genossen mit, die in die Mitglieder-App kommen. In der Berufsschule mag er die Themen Bau, Miet- und Vertragsrecht. Einen Ausgleich dazu bietet dann die Praxis. Denn Calvin hat schon eigene Projekte zugeteilt bekommen. Von einem besonders spannenden berichtet er begeistert: „Mein Ziel ist es, dass sich unsere Genossen noch besser kennen lernen und gemeinsam etwas schaffen.“ In diesem Fall geht es um eine Ladenfläche und eine Garage, die verunreinigt wurde. „Auf dieser Fläche wollen wir ein gemeinsames Kunstwerk gestalten, um den Ort zu verschönern und das organisiere ich“, so Calvin. Diese Idee gefällt ihm besonders, weil es sich um ein Projekt handelt, das mit Sicherheit jüngeren und älteren Genossen gleichermaßen Spaß machen wird im kommenden Frühjahr.